Sonntag, 24. Juni 2012

Mal wieder ein Video


Ein Hoch auf das Wort: KakAutomat.
Morgen ist Montag. Kann die Woche nicht mit Freitag anfangen?

Samstag, 16. Juni 2012

Sie haben Ihr (vorläufiges) Ziel erreicht!

Fertig - Pocket Hoops, Poschen, wie auch immer (meine Mama betitelte sie mit "Äppel-Klau-Taschen").


(das Ding links oben ist ein ... ja was ist es? Es ist ein Kunststoffteil, das verhindert, dass die Tür gegen die Wand knallt)


Ich habe letztendlich doch Rosendraht aus dem Schuppen genommen. Nicht jedoch ohne vorher, auf Anraten meiner treuen Leserin, einen Blick auf Angebote im Fachhandel geworfen zu haben. Bei Raiffeisen (okay, sicher nicht DER Laden für Draht, aber es lag auf dem Weg) gab es auch nicht so viel Auswahl an Stahlband, Draht oder Ähnlichem und der Draht, der mir dort am besten gefiel, kam mir von zu Hause seeehr bekannt vor. Mein Bruder scherzte, ich könne auch Gartenschlauch verwenden. So dumm sich das erst anhörte, haben die Schläuche doch genau die Biege-Eigenschaften, die ich wollte. Kaufen tat ich trotzdem keine, sowas haben wir auch zu Hause. Unsere ausgemusterten Gartenschläuche waren bedauerlicherweise zu groß im Durchmesser für die genähten Tunnel. Darum nahm ich erneut den Draht unter die Lupe, wobei mir die zweite Rolle auffiel. Letzterer war unwesentlich dicker als der erste, aber um ein vielfaches schwerer zu biegen. Die Tests waren zufriedenstellend und ich schnitt und bog sechs 60-cm-Stücke zurecht und klebte die Enden mit Isolierband ab. Das Ergebnis gefällt mir ausgesprochen gut, was im Vergleich zu Nesselstoff und Kleiderbügeln kein Wunder ist.

Nächster Stopp: buttinette.de - Stoff kaufen. Das nächste Kleid soll schneller fertig werden, als das letzte (,das ungefähr ein Dreivierteljahr dauerte).

Prioritär sind aber: die Tanzstunden; die BE-Fahrstunden und -Prüfung; die zu beseitigende Unordnung in meinem und dem angrenzenden Zimmer, ebenso die im Abstellraum im Garten; diverse weitere Ecken im Garten, deren Unordnung man mir zuspricht und mit deren Säuberung man mich beauftragte; die Frage nach einem Studienplatz; Erdbeeren pflücken.

Jo.

Sonntag, 10. Juni 2012

Pocket Hoops in progress

eingedeutscht: Poschen (von frz. poche = Tasche). Der englische Begriff ist aussagekräftiger. Es handelt sich um die Reifrock-Sparversion, wie man sie von etwa 1750 bis in die 1770er trug.

Mein erstes Paar Poschen ist aus billigem Nesselstoff, grob zugeschnitten und mit Stickgarn genäht. Zudem hat jede Tasche nur zwei statt drei aufgenähte Tunnel für Stahlband. Oh, und Stahlband gibt's auch nicht, stattdessen befinden sich in den Tunneln mühsam gekürzte und gebogene Drahtkleiderbügel, die Enden mit Klebeband abgeklebt.
Mein nächstes Nähprojekt erfordert Poschen als Rockunterbau. Da die ersten ziemlich improvisiert aussehen (und sich auch durch geringen Tragekomfort auszeichnen), wurde es mal Zeit für ein zweites, besseres Paar. Nicht unbedingt weniger improvisiert, als das alte. Der blaue Baumwollstoff war noch übrig, weißes Garn hatte ich auch (sehr schöner Kontrast zum dunkelblauen Stoff).
Nach etlichen Stunden und guter Fernsehunterhaltung besitze ich nun ein wunderschönes handgenähtes Paar Poschen.
Es bleibt die Frage nach Stahlband. Kaufen? Muss ich wohl, Rosendraht bringt's auch nicht so. Ist mir zu biegsam. Der Test mit echtem Stahlband hat mich jedoch ebenso wenig überzeugt. Irgendwelche Vorschläge? Wenn mir nichts weiter einfällt, werde ich den Draht nehmen. Der ist für mich umsonst und lässt sich gut bearbeiten.

Samstag, 2. Juni 2012

Room At The Top

An eighteenth century brain In a twenty first century head*
Ich habe gesagt, ich nähe es fertig, und ich habe es fertig genäht:
Mein zweites "18th century dress" (entsprechend, dt.: Rokoko-Kleid)

Ursprünglich hatte ich eine Robe à la Polonaise geplant. Jedoch vertrugen sich schwarzer Samt und die erwünschte Gesamtwirkung des Kleides nicht mit den Rüschen, Volants und fluffigen Stoffen einer typischen Polonaise. Kein Drama, so wurde einfach eine Robe à l'Anglaise geschneidert und der Rock "à la Polonaise" gerafft.
Getragen wird das Kleid über Korsett und Cul de Paris (zu Deutsch: Pariser Hintern; entspricht: Pokissen). Geschlossen wird es mit einem sog. Stecker, der an der Innenseite des Kleides festgehakt wird (Haken und Ösen, man kennt das Prinzip.)

Material:
Rock: weiße Baumwolle
Kleid: schwarzer Samt (leider mit Stretch-Anteil, aber es hält sich in Grenzen)
Stecker: roter bestickter Taft (Polyester - natürlich xD, aber wunderschön!) & Jeans-Stoff (für die Form)

Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis, dennoch: There is always room at the top. Historisch korrekt ist nämlich trotz Bemühungen höchstens die Bezeichnung als Robe à l'Anglaise. Selbst, wenn man von den Poly-Stoffen mal absieht, gibt es da immer noch die Druckknöpfe (in dieser Version 1903 erfunden), die Maschinennähte, die Ärmel, die eigentlich (überall) eng anliegen sollten u.s.w.
Etwas traurig ist es, dass der schwarze Stoff färbt, sodass mein Korsett und vor allem die Chemise (Unterkleid) nun blau sind. Ich muss zugeben, dass ich den Samt NICHT vorgewaschen habe, sollte man immer tun. Das Stück, was ich probehalber zuvor gründlich durchspülte, färbte jedoch kein bisschen, weshalb ich davon absah, den ganzen Stoff zu waschen...
-> Ich mache keine Fehler, ich sammele Erfahrungen ;-)

If some of this fits some of you - ja, passen tut es. Ist ja schließlich maßgefertigt (ohne Schnittmuster). Und als gerade mal zweites Nähprojekt ist es wirklich gut gelungen!




Zitate aus: [Adam & The Ants - Room At The Top]
*Gesungen wurde das Lied im 20ten Jahrhundert. Hm.
Adam & The Ants (auch: Adam Ant) sind wirklich empfehlenswert. Meiner Meinung nach eine viel zu wenig gewürdigte Band der 1980er.