Sonntag, 22. Januar 2012

Urgroßmutters Bücher

In unserem Keller und auf Omas Dachboden befinden sich mit Sicherheit noch viele Schätze der Edwardianischen Epoche (ca. 1901-1914, benannt nach der Regierungsszeit des englischen Königs Edward VII (1901-1910)). Drei Bücher habe ich allerdings zu meinem privaten Eigentum erklärt und ich bin sehr stolz darauf, dass auch das dritte Buch im Bunde dieses Jahr 100 wird.
links: Postkartenalbum (1902), rechts oben: Kochbuch (1912), rechts unten: Sprachführer Französisch (1906)
Postkartenalbum (1902)
Ich fand das Album in einer ansonsten leeren Holztruhe auf dem Dachboden meiner Oma und durfte es behalten. Ich finde es wunderschön, nicht nur den Einband, sondern auch die Seiten, auf denen die Einsteckfelder mit üppigen grünen Blumenranken bedruckt sind. Leider ist das Album leer. Ein paar kaputte Einstecklaschen und Kaffeeflecken weisen jedoch darauf hin, dass es einmal in Benutzung gewesen ist. Außerdem steht auf der ersten Seite (unter einem herrlich verspielten Bild eines Baumes, der sich im Wasser spiegelt) der Name meiner Urgroßtante, sowie die Jahreszahl 1902. Druckdatum oder Verlag sind nicht vorhanden aber Dank der schönen Sitte, Namen und Datum vorn in ein Buch zu schreiben, konnte ich das Alter feststellen.

"Voyage a Paris - Sprachführer für Deutsche in Frankreich", Berlin 1906
Dieses Büchlein (etwas so groß wie meine Hand) habe ich letztens beim Aufräumen gefunden. Völlig vernachlässigt lag es im Schrank zwischen Gesellschaftsspielen und Lego. Es ist in ziemlich gutem Zustand, lediglich der Einband (Pappe, mit Stoff überzogen) weist einige Gebrauchsspuren auf.
Anhand der Vokabeln kann man sich ein gutes Bild der damaligen Zeit machen. "Bahnhof" und "Bahnhofsvorsteher" gehören zum "Vokabular eines Reisenden" wie der "Rundreisefahrschein", der "Gepäckträger" und das "Damencoupé". Verwundert war ich, dass die "Kleidung" lediglich "habillement d'homme", also Männerkleidung anführt. Im "Kaffeehaus" kann neben Kaffee und Schokolade auch ein "Glas Zuckerwasser" bestellt werden. Viele Wörter sind jedoch auch heute noch zu gebrauchen und falls ich mal Französisch lernen möchte, dann ganz bestimmt mit diesem Sprachführer, weil er einfach viel mehr Charme hat als moderne Wörterbücher.

"Praktisches Kochbuch von Davidis-Holle", Bielefeld und Leipzig 1912
Soweit ich mich erinnere wollte meine Oma das Buch wegschmeißen, hat es zuvor allerdings mir gezeigt und ich habe es sofort anektiert. Obwohl es das jüngste Buch meiner Sammlung ist, lösen sich die Seiten bereits von Einband und es weißt deutliche Gebrauchsspuren auf. Das ist natürlich nicht verwunderlich, immerhin handelt es sich um ein Kochbuch und die stehen nunmal nicht im Regal sondern werden immer mal wieder aufgeschlagen und mit fettigen Fingern durchgeblättert. Wie schon im Postkartenalbum stehen auf der leider lose im Buch liegenden ersten Seite Name und Datum. Meine Uroma hat das Buch 1912 zu Weihnachten bekommen.
Ich liebe dieses Buch! "Unter besonderer Berücksichtigun der Anfängerinnen und angehenden Hausfrauen" geschrieben, erklärt es in der Tat häufig verwendete Küchenbegriffe, wie man Früchte einmacht, wie ein Schwein zerlegt wird und wie man dann die einzelnen Teile nennt. Außerdem werden zu Beginn der Herd und das Kochgeschirr erläutert. Nach einer großen Auswahl diverser Rezepte, von Suppen über Gebäck bis zu Braten, Soßen und Nachspeisen, folgen im Anhang Vorschläge für Menüs mit mehreren Gängen, falls man mal hohen Besuch hat. Leere Tabellen geben der Hausfrau Platz, ihre Ein- und Ausgaben festzuhalten, sowie die zubereiteten Speisen, des Weiteren gibt es auch den "Speisezettel für den täglichen Tisch", der empfiehlt, was an welchem Tag (das ganze Jahr über!) zu kochen sei. Das "Wirtschaften" wird ausführlich erklärt. Ganz zum Schluss gibt es einen kleinen Exkurs in die Kunst des Servietten-Faltens.
Sehr niedlich sind die Zwerge, die immer mal wieder auftauchen und passend zu den Überschriften z.B. Marmelade kochen oder Brot backen. Im Kindergarten hatten wir auch ein Kochbuch mit Zwergen, die genau so aussahen!
(Eine persönliche Note bekommt das Buch durch das "Evangelische Sonntagsblatt" von 1940, welches zwischen den Seiten liegt, genau wie eine Seite der EDEKA-Kundenzeitschrift aus vermutlich ebendieser Zeit.
Außerdem hat mal jemand das Buch verwendet, um Kleeblätter zu pressen, die immer noch zwischen den Seiten liegen.)


Wow, so viel habe ich noch nie geschrieben, dabei hab ich noch nicht mal Zeit, ich muss aufräumen und die Englischklausur berichtigen. Aber so spät ist es ja zum Glück noch nicht.

Montag, 9. Januar 2012

Dies und Das und jede Menge Nichts.

Mir ist langweilig und ich will irgendwas schreiben. Worüber könnte ich denn heute berichten?

Gerade fällt mir zum Beispiel auf, dass ich so viele englische Blogs lese, dass es mir seltsam vorkommt, auf Deutsch zu bloggen. Selbst die deutschen Blogs, die ich (mal mehr, mal weniger) regelmäßig lese, sind größtenteils zweisprachig! Allerdings sehe ich mich dadurch nicht dazu veranlasst, meine Posts ebenfalls auf Deutsch und Englisch zu veröffentlichen. Das wäre doch des Guten zu viel.

Ich wollte eigentlich ein paar Pflanzen umtopfen. Fakt ist jedoch, dass ich gegenwärtig viel zu müde dazu bin. Ein weiterer nicht zu verachtender Faktor ist das Wetter. Das tut alles andere als mich davon zu überzeugen, mich draußen im Garten aufzuhalten. Außerdem ist es gerade dunkel. Umtopfen muss man im Hellen, also frühstens morgen. Morgen komme ich früh aus der Schule, vielleicht kann ich mich dann aufraffen und meinen Pflanzen etwas gutes tun. (Oh, und ich sollte vorher checken, ob genug Blumentöpfe vorhanden sind...)

So. Heute Abend kommt meines Wissens nach auch nichts im Fernsehen, das ich sehen müsste und ich bin sowieso viel zu müde, aber das sagte ich ja schon. Vermutlich geh ich dann gleich schlafen.

PS: Heute ist erst Montag. Wenn doch endlich Freitag wäre...

Mittwoch, 4. Januar 2012

Schlauer als gedacht

Ganz so hoffnungslos kann ich doch nicht sein, habe ich doch soeben selbstständig ein Problem in meiner Informatik-Hausaufgabe lösen können. Zugegeben, schwer war es im Nachhinein nicht. Aufmerksames Lesen der Windows-Hinweise führt eben nicht immer zur mentalen Verwirrung, sondern kann auch ganz nützlich sein. Viel Geduld brauchte ich dennoch, weil mein lieber Laptop sich mal wieder weigerte, einen einfachen Neustart durchzuführen.
Das Programm hab ich also installiert. Weitere Schwierigkeiten ergeben sich nun bei der Umsetzung der Hausaufgabe. Doch auch hier bin ich schon weiter als zuvor. Alles andere, oder sagen wir lieber, die wesentlichen Grundlagen, die ich brauche, um mehr als 5 Punkte auf die Arbeit zu bekommen, krieg ich auch noch hin.

Stetiger Fortschritt motiviert!

edit: Letztendlich hab ich irgendwie 10 Punkte bekommen. Ziemlich cool, dafür, dass ich es eigentlich nicht kann xD